Kulturkoffer » Staatsminister Boris Rhein zu Gast: „In Fechenheim geht die Sonne auf – Junior“

Staatsminister Boris Rhein zu Gast: „In Fechenheim geht die Sonne auf – Junior“

Am vergangenen Freitag, dem 08. Dezember konnte das Kinder- und Familienzentrum Fechenheim den einen oder anderen besonderen Gast willkommen heißen: Das Projekt In Fechenheim geht die Sonne auf – Junior, getragen vom Verein Kunst für Kinder! e. V., stellte sich vor und hatte zu diesem Anlass Staatsminister Boris Rhein vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), Martina Feldmayer, MdL sowie Vertreter*innen des Frankfurter Kulturamts und der Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen e. V. (LKB Hessen) eingeladen.

Zur Begrüßung ein Tropfen Duftwasser in die Hände
Ein gelungenes Beisammensein zeichnete sich gleich mit der Begrüßung an der Pforte des Kinder- und Familienzentrums ab: Die Gäste bekamen einen Tropfen Duftwasser als traditionellen Willkommensgruß in die Hände geträufelt. Während sich die anwesenden Kinder interessiert mit der selbst gemalten Grafik des Projektaufbaus an der Wand beschäftigten, begrüßten sich die Erwachsenen in geselliger Runde bei einem warmen Glas Tee, bevor es zu den Reden im offiziellen Teil der Veranstaltung überging.

Ein Lob dem Kulturkoffer auf allen Ebenen
Zunächst wurden alle Anwesenden freudig durch Manuela Hänse vom Kinder- und Familienzentrum begrüßt, die darauf hinwies, wie wichtig die Verschränkung zwischen kultureller Teilhabe und Sprachförderung sogar und gerade schon bei den ganz kleinen Kindern sei und wie sehr man die Fortschritte direkt vor Ort wahrnehmen könne. Staatsminister Boris Rhein lobte das Konzept des Kulturkoffers, denn Kulturelle Bildung sei eben ein maßgeblicher Schlüssel für die Teilhabe an der Gesellschaft „Das Projekt In Fechenheim geht die Sonne auf – Junior ist ein schönes Beispiel dafür, was wir mit unserem Modellprojekt Kulturkoffer erreichen wollen und können: Kinder und Jugendliche bekommen, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihres Umfelds Zugang zu Kunst und Kultur.“, so Rhein. Außerdem sei es notwendig, das zur Verfügung stehende Geld an die richtigen Stellen zu verteilen, um im genannten Bereich Fortschritte zu erzielen und das sei mit dem Modellprojekt Kulturkoffer durchaus gelungen. Martina Feldmayer (Bündnis 90/Die Grünen) erinnerte sich an die Geburtsstunde des Modellprojekts, als man auf der Suche nach einem spartenübergreifenden Angebot den Kulturkoffer entwickelte. Auch Johannes Promnitz, Leiter der Abteilung Kulturadministration und -förderung des Kulturamts Frankfurt, sprach sich für die Relevanz eines niedrigschwelligen und vielfältigen Kulturangebots in der Stadt aus. Als Vertreter der LKB Hessen e. V., die das Modellprojekt Kulturkoffer als Partner des HMWK koordiniert, waren der 1. Vorsitzende des Vorstands Lothar R. Behounek und die 2. Vorsitzende Dr. Gabriele König angereist. Frau Dr. König zeigte sich in ihrem Grußwort hoch erfreut über die positive Resonanz des Förderprogramms und die wieder zahlreich eingegangenen Anträge zu der erst kürzlich abgeschlossenen vierten Ausschreibung und machte deutlich, dass Kulturelle Bildung nicht nur ein Gewinn für den Einzelnen darstellt, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes.

Das Fechenheimer Projekt im Detail
Anhand einer wunderbar ausgearbeiteten Projektgrafik erläuterte Projektleiter Gordon Vajen das gelungene Konzept In Fechenheim geht die Sonne auf – Junior der interessierten Zuhörerschaft: In Zusammenarbeit mit acht Kindereirichtungen wurden Theaterbesuche im Theaterhaus organisiert. Auch spielten die Ensembles in den Einrichtungen und wandelten diese in einen Kulturort um. Besuche in Museen und spezielle Workshops zu verschiedenen Interessengebieten wurden angeboten. Wesentlicher Teil des Projekts seien die sogenannten „Kulturfamilien“. Interessierte Familien fungierten als Scouts, die wiederum andere Familien an Kulturorte heranführten, die sie ansonsten nicht ohne weiteres betreten würden. Dieses „An die Hand nehmen“ sei wesentlich dafür, die Schwelle hin zur Kulturellen Bildung niedrig zu halten und den Schritt zu gemeinsamen kulturellen Erfahrungen zu verstetigen.

Zum Abschluss kommt das Rumpelstilzchen
Zu den wesentlichen Bestandteilen des Fechenheimer Programms gehört die Sprachförderung. Mit dem künstlerischen Sprachförderprogramm „ErzählZeit Frankfurt“ würden nicht nur Grundschüler*innen, sondern inzwischen auch Kinder ab drei Jahren erreicht, so Vajen. Die Darbietung einer solchen „ErzählZeit“ mit dem Märchen Rumpelstilzchen gespielt von Friederike Schreiber rundete das gelungene Beisammensein beispielhaft für alle Anwesenden ab.
si

Weitere Informationen:
Kunst für Kinder! e. V.Projektbeschreibung

Webredakteur-LKB

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