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Über alle Themen zur Kulturellen Bildung in Hessen informiert Sie unser Blog.

Der Wind der Kreativität bläst in Nordhessen

Während das große internationale Festival „Bewegter Wind“ leider der aktuellen Pandemie zum Opfer fiel und das 10-jährige Jubiläum auf das nächste Jahr verlegt werden musste, konnte zumindest die Arbeit der Kinder und Jugendlichen mit dem Naturphänomen „Wind“ als künstlerische Ausdrucksform realisiert werden. In den Sommerferien beschäftigten sich die Teilnehmenden zwischen neun und 15 Jahren in vielfältiger Weise bei Tagesworkshops mit dem Wind und seinen bewegenden Möglichkeiten.

Die Vielfalt elektronischer Klänge

Während zwei intensiver Wochen in den Sommerferien im Stadtteil Bornheim in Frankfurt konnten sich über 16 Kinder und Jugendliche der vielseitigen Spielwiese elektronischer Musik und der digitalen Welt nähern. Das Workshopprogramm INTERFACES bot den Teilnehmenden zwischen zehn bis 16 Jahren ein großes Repertoire mit verschiedenen Anknüpfungspunkten zur elektronischen Musik: vom Bauen kleiner Synthesizer bis hin zur Entwicklung einer eigenen LP mit Musikvideos.

Gießens Kinder (er)fahren den Bus

Stolz präsentierten die Viertklässler*innen der Georg-Büchner Schule, die am von Gießen@Schule angebotenen Projekt „Wohin fährst Du?“ beteiligt waren, am vergangenen Freitagnachmittag den Eltern und Bekannten in einer wohnlich hergerichteten Bushaltestelle ihre entstandenen Kunstwerke und ihre Erlebnisse der letzten Wochen.

IM FOKUS: Miteinander mit und ohne

Projekte im Bereich der Kulturellen Bildung sind bestrebt, alle anzusprechen und niemanden auszuschließen. Gerade die geförderten Projekte des Kulturkoffers haben durch ihre außerschulische Fokussierung die Möglichkeit, den Zielgruppen einen erweiterten Erfahrungshorizont zu bieten und Dinge erlebbar zu machen, die im Alltag kaum Beachtung finden. Besonders inklusive Veranstaltungsangebote fördern an dieser Stelle Vielfalt und vor allem einen Perspektivwechsel auf andere Lebensrealitäten. Aber wie gestaltet sich „echte“ Inklusion in der Praxis?

Herborn im Hörspielrausch

Die zehn Teilnehmer*innen zwischen sechs und elf Jahren waren allesamt traurig, dass nun der letzte Tag von zwei Wochen intensiver Kreativzeit im Projekt Wunschstadt Herborn angebrochen war. Im Projekt wurde gemeinsam ein Hörspiel als kleine Stadtführung erarbeitet, bei dem die Wunschvorstellungen der Kinder zur eigenen Stadt zentrale Etappen sind.

IM FOKUS: Beziehungsgeschichten. Kooperieren auf Augenhöhe

Bei Kulturprojekten gilt es häufig, mit Kooperationspartner*innen zusammenzuarbeiten, um ein Vorhaben zu realisieren. Im Kulturkofferprogramm speziell ist ein/e Kooperationspartner*in Voraussetzung für ein förderfähiges Projekt. Durch die Vernetzung mehrerer Akteure möchte das Programm gerade die Nachhaltigkeit und das Selbstverständnis von Kulturprojekten besonders in ländlichen Räumen Hessens unterstützen. Nach dem Motto „auf zwei Beinen steht es sich besser“ kann die Kooperation für ein Projekt inspirieren, befruchten und auch nach der Förderphase können die Partner*innen gemeinsame Ideen zur selbstständigen Weiterführung entwickeln. Damit dies gut gelingt, sollte die Partner*innenschaft auf Augenhöhe basieren.

IM FOKUS: Hilfen in der Krise

Gerade der Kulturbetrieb liegt in aktuellen Zeiten des Corona-bedingten „physical distancing“ brach. Dort, wo sich Menschen trafen, um gemeinsam Kunst und Kultur zu erleben, zu lehren und mitzugestalten, erzeugt der Druck nach Distanz eine Lücke. Natürlich gibt es viele kreative Beispiele, wie künstlerische und kulturelle Impulse mittels virtueller Kanäle gesetzt werden können. Auch in Bezug auf die Vermittlung von Kunst und Kultur entwickeln sich konstruktive Lösungen, den Lehrbetrieb wieder aufnehmen zu können und den Kindern und Jugendlichen gerade in benachteiligten Zusammenhängen weiterhin Unterstützung kultureller Art zu bieten. Bis praktikable Lösungen gefunden sowie organisiert sind und die Bedingungen des „physical distancing“ sich allmählich lockern, vergeht allerdings Zeit, bei der Künstler*innen und Kulturschaffende finanziell auf dem Trockenen stehen.

IM FOKUS: Ländlicher Raum: Leerstand nutzen – Kultur fördern

Bereits beim Netzwerktreffen im vergangenen Jahr wurde das Thema der kulturellen Arbeit in ländlichen Räumen anhand der Möglichkeiten, Leerstände zu nutzen, um neue kulturelle Angebote zu schaffen oder alte wieder aufleben zu lassen, diskutiert. Aus dem Blickwinkel der Corona-Krise betrachtet kann das Thema vielleicht zu neuen Impulsen führen, wie gerade im ländlichen Raum mit geringer Bevölkerungsdichte sinnvoll daran gearbeitet werden kann, neue Räume der sicheren Zusammenkunft mit genauso sicherem Abstand zu schaffen, also Distanz und Nähe in Einklang zu bringen und dazu vielleicht auch aktuell ungenutzte Gebäude mit einzubeziehen.

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