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Lichtkunst von Jugendlichen in Offenbach

Unter dem Motto „Die Goetheschule ist unser Canvas“ illuminierten am Freitagabend, dem 26. April Jugendliche aus dem Offenbacher Nordend die Goetheschule mit Licht- und Fotokunst. Trotz der Osterferien beschäftigten sich die 10 Jugendlichen zwei Tage intensiv mit ihrer Heimat, dem Stadtteil Nordend in Offenbach.

Buntes Get-together am Goetheplatz
Nicht nur die Beteiligten und geladenen Freunde, sondern auch vorbeiziehende Passant*innen tummelten sich am Freitagabend vor den Toren der Goetheschule und warteten, bis es dunkel wurde. Auf dem Gehweg vor dem Schulgebäude hatten die 10 Jugendlichen des Offenbacher Nordends gemeinsam mit dem Lichtkünstler Jens Schader eine interessante Konstruktion aus verschiedenen Tablets, die an auf die Fassade der Goetheschule gerichtete Beamer angeschlossen waren, aufgebaut. Da blieb es nicht aus, die Neugierde der umliegenden Bevölkerung zu wecken. Ab 20 Uhr wurde gemeinsam der herannahenden Dunkelheit entgegengefiebert, um die Fassade der Goetheschule in immer heller werdendem Licht erstrahlen zu sehen. Schließlich konnte die Illumination von allen Anwesenden interaktiv beeinflusst werden. Nicht nur verschiedene, teils animierte Fotos und vorbereitete Grafiken belebten die Fassade, sondern es konnte auch direkt auf den Tablets gemalt und die Illumination dadurch laufend interaktiv verändert werden. So gelang eine wunderbare Zusammenkunft zwischen Jung und Alt, bekannt und fremd, alles untermalt mit der Kunst und Musik der Jugendlichen.

Der Geschichte eines Viertels kreativ begegnen
Das Haus der Stadtgeschichte hatte zu einer kreativ-historischen Forschungsreise durch den Stadtteil Nordend in Offenbach aufgerufen und mit dem Stadtteilbüro Nordend sowie dem ansässigen Jugendzentrum gute Partner gefunden. Trotz der Osterferien fanden sich 17 Jugendliche ein, um gemeinsam am Donnerstag, den 25. April den großen Forschungsspaziergang durchs eigene Viertel zu begehen. Dabei leiteten sie thematische Stichpunkte, die sie in die Geschichte ihres Viertels einführen sollten. Es ging vor allem um die Kriegs- und Nachkriegszeit und die dafür relevanten Orte wurden aufgesucht und fotografisch erforscht. Beispielsweise die Bombennacht 1944, die mit der großen Zerstörung des Stadtgebiets einherging oder das heutige Capitol, die ehemalige Synagoge Offenbachs, waren Teil der Spurensuche und wurden genau unter die Lupe genommen. Die neu gewonnene Perspektive auf ihr Viertel reflektierten die Jugendlichen dann am zweiten Tag mit dem Lichtkünstler Jens Schader. Fotos wurden besprochen und die Wunderwelt der Technik kennengelernt, um sich für die Lichtpräsentation am Abend vorzubereiten und die interaktive Life-Lichtshow einzuüben.

Jedes Viertel birgt ein eigenes Thema in sich
Die neue Abteilung der Museumspädagogik unter der Leitung von Rebekka Kremershof im Haus der Stadtgeschichte hat es sich zum Ziel gesetzt, gerade den vor Ort lebenden Kindern und Jugendlichen die Geschichte ihrer Heimatstadt auf kreative Weise näherzubringen und so zur stärkeren Identifikation im eigenen Bezirk beizutragen. Das Projekt Ich in Offenbach wird im Laufe des Jahres in verschiedenen Stadtteilen Offenbachs – Nordend, Lauterborn, Mathildenviertel, Senefelder Quartier – Aktionen anbieten, die auf die speziellen Besonderheiten des jeweiligen Viertels eingehen und dort heimischen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, neue Blickwinkel auf ihre Umgebung einzunehmen. Startschuss in den Osterferien hatte das Nordend mit der finalen Lichtinstallation. Außerdem konnten Jugendliche im Senefelder Quartier bereits zeichnen, fotografieren und mit Leder arbeiten. Die Ergebnisse aller Aktionen sollen in den jeweiligen Stadtteilbüros für zwei Wochen als Ausstellung zu sehen sein. So wird es bereits ab Montag, dem 6. Mai bis Freitag, dem 17. Mai in den Stadtteilbüros Nordend und Senefelder Quartier Ausstellungen geben. Am Donnerstag, dem 9. und Donnerstag, dem 16. Mai um 18 Uhr finden Führungen statt.
si

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Webredakteur-LKB

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