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Kunst trifft Medien in Darmstadt

Am Tag der offenen Tür in der Erich-Kästner-Schule in Darmstadt am 8. Dezember konnte man auch die Ergebnisse der Angebote des Sozialkritischen Arbeitskreises Darmstadt e. V. bestaunen. Kinder und Jugendliche konnte unter der Überschrift Kunst trifft Medien – Hier darf ich frei sein! ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Ein Verein sorgt sich
Der Sozialkritische Arbeitskreis in Darmstadt (SKA) versammelt Angebote für Kinder und Jugendliche auf allen Ebenen unter seinem Dach. Neben Beratung und Kompetenzförderung werden Geflüchtete im Landkreis unterstützt, Nachmittagsangebote für Kinder und Jugendliche – auch spezielle Mädchengruppen – organisiert oder an Schulen und anderen Einrichtungen unterstützende soziale und kultureller Arbeit geleistet und spannende Zusatzangebote bereitgestellt.

Eine Künstlerin kommt in die Schule
Für den Verein konnte die Künstlerin Zoya Sadri nun schon im zweiten Jahr Angebote zur künstlerischen Bildung verwirklichen. Während im Vorjahr eine reine Mädchengruppe unter dem Slogan Who runs the World? GIRLS! künstlerisch kreativ wurde, bot die Künstlerin in diesem Jahr an der Erich-Kästner-Schule Kurse zum Thema Kunst und Medien an. Nicht nur in der Stufe 5-7 konnten sich Schüler*innen in die Kunst-AGs einwählen – hier hatten sich sieben Schüler*innen eingewählt, sondern auch an der Grundschule wurde gleich mehrere Kurse mit insgesamt fast 20 Kindern realisiert.

Schüler*innen können kreativ werden
Die Umsetzung des Themas Kunst trifft Medien an der Grundschule war plastisch nachvollziehbar gehalten, um einen ersten Einstieg in das Thema Medien zu bieten. Aus der Beschäftigung mit Mustern der verschiedenen in der Klasse beteiligten Kulturen entstanden Kratzbilder in schillernden Farben. Zudem konnte jedes Kind eine kleine Bildergeschichte in Buchform entwickeln. Wem zwischendurch nach künstlerischer Beschäftigung war, dem gab Zoya Sadri die Anregung, ein Malbuch anzufangen und die Kinder malten diese schließlich leidenschaftlich voll. Bei den Älteren wurde an verschiedenen interdisziplinären Methoden gearbeitet: Stop-Motion, Comic und Fotocollagen. Dabei wurden die vorhandenen Medien, wie eigene Smartphone der Teilnehmer*innen genutzt und beispielsweise mit Comic- oder Stop-Motion-Apps gearbeitet. Die Fotos wurden direkt mit Collagetechniken bearbeitet und anschließend erneut fotografiert, was einen interessanten 3-D-Effekt im Foto entstehen ließ.

Kunst als Katalysator
Die Künstlerin führte am Tag der offenen Tür auch zu Bildern einer 7. Klasse, die dort mit ihr im Kunstunterricht entstanden waren und das Thema des Drogenkonsums thematisierten. Dabei zeigte sich, wie gut Kunst als Element zur Bearbeitung schwieriger Themen und innerer Welten nutzbar gemacht werden kann und oftmals besser als Sprache funktioniert. Wie bei vielen Projekten, die fremde Gewerke an Schulen holen, zeigte sich auch an der Erich–Kästner-Schule in Darmstadt, wie bereichernd Input von außen für das Schulsystem und die Schüler*innen sein kann.
si

Foto-Collagen

Comics und Stop-Motion-Filme

Weitere Informationen
Projektwebsite
Sozialkritischer Arbeitskreis Darmstadt e. V.
Zoya Sadri

Webredakteur-LKB

Webredakteur-LKB

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