Kulturkoffer » Themenwoche „Perspektive: möglich!“ Digitalität und Kulturelle Bildung 25.-29.10.2021

Themenwoche „Perspektive: möglich!“ Digitalität und Kulturelle Bildung 25.-29.10.2021

Digitalität ist nicht mehr wegzudenken: Mit der diesjährigen Themenwoche zu „Digitälität und Kulturelle Bildung“, möchten wir das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Ein Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Beispielen, um digitale Formate selbst zu erfahren und neue digitale Tools kennenzulernen. Damit diese zukünftig selbstsicher und eigenständig um- und eingesetzt werden können.


Programm:


Montag, 25.10.2021

14.00-18.30
Kulturelle Bildung und Digitale Kultur – Warum die kulturelle Bildung digitaler
werden sollte
Online-Workshop via ZOOM
Referent*innen: Dr. Guido Bröckling und Charlotte Oberstuke

Im theoretischen Input gehen Dr. Guido Bröckling und Charlotte Oberstuke zunächst der Frage nach, warum die kulturelle Bildung überhaupt digitaler werden sollte und was das mit den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen zu tun hat. An Praxisbeispielen orientiert skizzieren sie im Anschluss, wie eine Qualitätssicherungen für die Einbindung digitaler Medien in Projekte der Kulturellen Bildung aussehen könnte und diskutieren offene Fragen und Perspektiven für entsprechende Projekte.

Nach einer angemessenen Pause haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, gemeinsam mit den Referent*innen in Kleingruppen eigenen kleine Konzepte zu entwickeln, die anschließend im Plenum unter dem Aspekt der Lebensweltorientierung und Qualitätssicherung reflektiert werden.

Dr. Guido Bröckling ist Medienkulturwissenschaftler und Medienpädagoge. Er leitet seit 2017 das Büro Berlin des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Er beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit medienpädagogischen Fragestellungen der Digitalisierung auf der Schnittstelle von Politischer Bildung, Kultureller Bildung und Medienbildung.

Charlotte Oberstuke studierte Theater- und Medienwissenschaften und Pädagogik und absolviert derzeit ihren Master in Angewandte Kulturwissenschaften. Seit 2017 ist sie freiberuflich als Medienpädagogin auf der Schnittstelle kultureller Bildung und politischer Bildung aktiv. Seit 2020 ist sie medienpädagogische Referentin im Büro Berlin des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.

Anmeldung: Anmeldung


Dienstag, 26.10.2021

10:00-12:00
Onlinehandeln von Kindern und Jugendlichen im Kontext kultureller Bildung
Referent*in: Julia Behr, JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

Kinder und Jugendliche bewegen sich selbstverständlich im Netz. Sie nutzen Medien zur Unterhaltung und zum Austausch ebenso wie zum Lernen oder zum Ausleben von Kreativität. Im Projekt ACT ON! aktiv + selbstbestimmt online (des JFF – Institut für Medienpädagogik) wird die Perspektive von 10- bis 14-Jährigen auf ihr Onlinehandeln und ihren Umgang mit damit verbundenen Risiken in den Blick genommen. Im Workshop werden aktuelle Forschungsergebnisse zum Umgang mit beliebten Social Media-Plattformen wie z. B. Instagram und TikTok gegeben, aber genauso Praxiserfahrungen aus Workshops mit Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Welche medienpädagogischen Methoden eignen sich für kulturelle Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche? Wie können digitale Medien eingebunden werden, ohne Nutzungsrisiken außer Acht zu lassen?

Julia Behr ist Erziehungswissenschaftlerin und seit 2017 medienpädagogische Referentin am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Seit vielen Jahren ihrer medienpädagogischen Tätigkeit arbeitet sie mit unterschiedlichen Zielgruppen. Der Schwerpunkt liegt in der Qualifizierung von Fachkräften unterschiedlicher pädagogischer Ausrichtung. In Workshops mit Kindern und Jugendlichen arbeitet Julia Behr vor allem medienpraktisch und handlungsorientiert.

Anmeldung: Anmeldung

15:00-17:00
Potentiale inklusiver digitaler Kulturangebote
Referent*innen: Jenny Bohn und Dominik Renneke, Burg Hülshoff, Center for Literature
Online via ZOOM

Wie können Interessierte verschiedener Möglichkeiten digitale Angebote nutzen? Welche expliziten und impliziten Voraussetzungen haben unterschiedliche Tools? Wie nehme ich mein Publikum in meine digitale(n) Welt(en) mit? Wie können wir Barrieren niedrig halten und emphatische Gemeinschaft ermöglichen? Ein paar der Fragen, die wir uns im Rahmen der Konzeption der “Digitalen Burg“ stellen und nun möchten wir mit euch unsere Recherchen und Zwischenstände teilen.

Jenny Bohn studierte Politikwissenschaften, Soziologie und Germanistik. Aktuell ist sie für Burg Hülshoff – Center for Literature (Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung) tätig und betreut die Konzeption und Entwicklung der „Digitalen Burg“. Dominik Renneke studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Geschichte. Derzeit ist er Dramaturg für partizipative Formate auf Burg Hülshoff – Center for Literature.

Anmeldung: Anmeldung


Mittwoch, 27.10.2021

10:00 – 13:00 Uhr
Big Data Lernparcours
Referent*in: Esther Lordieck, jfc Medienzentrum e.V.
Online via ZOOM

Der Begriff Big Data Analytics klingt gewichtig und riecht nach Mathe und Informatik, doch wirken zielgenaue Werbung, präzise Wettervorhersagen, ermöglichen Navigation, Echtzeitübersetzung oder Gesundheitsprognosen. Große Chancen also für unsere Kommunikation, neue Geschäftsmodelle, staatliche Organisationen und Forschung. Doch wirft diese immer dichtere Überwachung und Vermessung des menschlichen Verhaltens und der Welt viele spannende philosophische und ethische Fragen auf. Dieser Lernparcours gibt einen ersten Einblick in diese faszinierende und aufregende Thematik der Datenanalyse. Erfahren Sie, woher die vielen Daten kommen, wer Interesse daran hat und in welchen Bereichen Datenanalyse schon heute Anwendung findet.

Esther Lordieck leitet im jfc Medienzentrum e.V. den Fachbereich Digitale Tools und Technologien, FabLab. Dort entwickelt sie Methoden rund um digitale Tools für die außerschulische Jugendarbeit und bildet Fachkräfte fort.

Anmeldung: Anmeldung

15:00 – 18:00 Uhr
Entdeckungstour: Digitale Spielkultur
Referent*in:
Marie Bielefeld, Institut Spawnpoint

In diesem Workshop tauchen wir gemeinsam in aktuelle Medienkulturen von Jugendlichen ein. Nach einer kleinen Zeitreise in die eigene Medien-Biografie stellt die Workshopleiterin aktuelle Trends und Phänomene der jugendlichen Medienwelten vor. Wir nähern uns zum Beispiel den beliebten Let’s Plays und erforschen, welche kulturelle Bedeutungen Bilder im Internet bekommen können. In den praktischen Abschnitten des Workshops wird selbst Hand angelegt: Es werden kleine Spiele und digitale Methoden erprobt und für den Einsatz im eigenen Arbeitsumfeld bewertet. Nach dem Workshop können wir alle etwas mehr von der Faszination der digitalen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen verstanden haben. Der Workshop wird mit ZOOM durchgeführt und lebt von der aktiven Beteiligung der Teilnehmenden.

Workshopleiterin ist Marie Bielefeld, Medienpädagogin aus Erfurt. Nach ihrem Master in Kinder- und Jugendmedien war sie als selbstständige Medienpädagogin unterwegs und führte Projekte zu Hass im Internet, Trickfilm-Workshops und Fortbildungen für Lehrer*innen durch. Nun ist sie, nach ihrer Tätigkeit als Medien-Familienberaterin, am Institut Spawnpoint – Institut für Spiel- und Medienkultur – tätig. In dessen Auftrag lehrt sie an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena zu den Themen Jugendliche Lebenswelten und Digitalität.

Anmeldung: Anmeldung


Donnerstag, 28.10.2021

10:00 – 15:00 Uhr
Sm@rt- zwischen analog und digital
Dialogisches und serielles tanzkünstlerisches Arbeiten mit ZOOM
Referent*in: Andrea Marton, freie Tanzschaffende
Online via ZOOM

In diesem Workshop erproben wir konkrete Ansätze und Möglichkeiten, um über die digitale Plattform Zoom tänzerisch-kreativ mit Gruppen zu arbeiten. Wir loten Zugänge aus, die uns die Plattform bietet, indem wir sowohl den digitalen gemeinsamen Raum als auch den konkreten Raum einer/eines jeden Einzelnen beachten.
Alle Teilnehmenden des Workshops erhalten im Vorfeld eine kleine Materialsammlung, die zum Generieren von Bewegungsmaterial und zum dialogischen und seriellen Arbeiten einladen, sowie zu einer ästhetischen Dokumentation genutzt werden.

Die im Workshop vermittelten künstlerischen, kreativen und technischen Kenntnisse zielen nicht nur auf die Online-Arbeit ab, sondern sollen auch unabhängig von pandemischen Kontaktregeln die tanzkünstlerische Arbeit im physischen Raum bereichern.

Ablauf:

  • Warming-up vor und jenseits des Bildschirms
  • Beispielhaftes Generieren von Bewegungsmaterial anhand der geschickten Objekte.
  • Pause (ca. um 12 Uhr)
  • Fortsetzung seriellen Arbeitens in Duetten und Kleingruppen
  • Digitales Showing/ Teilen der Ergebnisse

Für die Teilnahme ist ein Laptop mit stabilem Internet notwendig. Tablet oder Smartphone eignen sich nicht.
Tänzerische Vorkenntnisse sind keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Andrea Marton ist freie Tanzschaffende aus München, sie konzipiert und leitet Projekte für Menschen von 10-100 Jahren unabhängig von Herkunft und Körperlichkeit, leitet Fort- und Weiterbildungen im In- und Ausland. Sie ist künstlerische Co-Leitung von FOKUS TANZ. Seit 2020 Stipendium zur Methodenentwicklung zeitgenössischer Tanzvermittlung, sowie Co-Leitung des Projektes „Reconnect participative dance“ von Aktion Tanz, in dem es um die Entwicklung und Systematisierung digitaler Tanzvermittlung geht. Seit Juni 2021 ist sie im Vorstand von Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft.

Anmeldung: Anmeldung

15:00-18:00
Von Code bis zu KI: Komplexe Systeme verstehen.
Referent*in: Natalie Sontopski, Code Girls

Die Veranstaltung ist ein Workshop für Anfänger*innen, um einen verantwortungsvollen, kreativen und produktiven Umgang mit digitalen Technologien zu erlernen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sie die digitale Welt selbst gestalten können. Zusammen wollen wir mit Papier und Stift programmieren, einen Algorithmus schreiben und untersuchen wie schlau eine künstliche Intelligenz wirklich ist. Am Ende werden die Teilnehmer*innen ein erweitertes Verständnis komplexer Technologien haben sowie eine bessere Einschätzung, wo Anknüpfungspunkte zur eigenen Arbeit liegen.

Die Code Girls sind das Herzensprojekt von Natalie Sontopski und Julia Hoffmann. Seit 2012 organisieren beide regelmäßig Workshops und Vorträge für Einsteiger*innen rund um die Themen Code, Programmierung und Digitalisierung.

Anmeldung: Anmeldung


Freitag, 29.10.2021

15:00-17:00
Nicht nur auf dem Schirm: Lernen von und mit Kunst…
Abschluss-Impuls & Mikro-Workshop
Referent*in: Verena Kuni, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Online via ZOOM

Kunst, Kultur und Kulturelle Bildung gehören zu den Feldern, die auf vielfältige Weise von der Pandemie betroffen waren und es in unterschiedlichem Maße bis heute sind. Viele Einrichtungen und Akteur*innen haben digitale Medien genutzt, um konstruktive und kreative Alternativen zum bis dahin gewohnten Miteinander zu entwickeln und zu erproben – mit unterschiedlichem Erfolg. Welche Ansätze und Strategien, welche Modelle und Projekte haben wir als gelungen erlebt – und was waren die Faktoren dieses Gelingens? Welche Erfahrungen können wir hieraus mitnehmen? Was haben wir von- und miteinander lernen können und was können wir weiterhin von- und miteinander lernen: für unsere gegenwärtige und künftige Arbeit in und mit digitalen Medien – sowie darüber hinaus? Was wollen wir auf dem Schirm behalten und was wollen wir auf andere Räume übertragen? Mit welchen Verbindungen und Verschränkungen des digitalen und analogen Miteinanders wollen wir künftig leben und arbeiten?

Im Anschluss an eine kompakte Einführung mit Impuls-Beispielen wollen wir uns im Workshop gemeinsam über diese Fragen austauschen und Ansätze zusammentragen, mit denen wir in unseren jeweiligen Feldern weiter arbeiten bzw. die wir dort weiter entwickeln können.

Verena Kuni ist Kunst-, Medien- und Kulturwissenschaftlerin und Professorin für Visuelle Kultur an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. In Forschung, Lehre, Projekten und Publikationen beschäftigt sie sich u.a. mit Transfers zwischen materialen und medialen Kulturen; Medien der Imagination; Technologien der Transformation – und auch immer wieder damit, was wir von Kunst lernen können. Mehr unter www.kuniver.se

Anmeldung: Anmeldung

Webredakteur-LKB

Webredakteur-LKB

Comments are closed here.